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Juliane

Juliane

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Neujahr für uns heuer 2 mal

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Da wir aber leider nicht zu viert mit Benni und Valen weiterreisen können, kommt die Time to say goodbye und so geht es für uns weiter nach Phan Tieht. Aber diesmal nutzen wir den Nachtzug als unser Gefährt, da uns eine 17-stündige Fahrt bevorsteht und wir uns mehr Komfort erhoffen als es im Schlafbus der Fall war.

Wir haben Glück und für die meiste Zeit der Fahrt haben wir unserer vierer Abteil für uns. Und so vergehen die noch im Vorhinein gefürchtet Stunden wie im Zug äähm Flug. Wie schnell die Zeit verfliegt, wenn man in unbekannten Ländern aus dem Fenster sieht und die neuen Eindrücke in einem aufsaugen kann. Jeder Blick ist neu und aufregend, zugegeben ist das auch von Zeit zu Zeit etwas auslaugend, aber jede Sekunde wert. Zugfahren ist an sich ist nicht anders als bei uns in Europa, der Unterschied liegt im Aussteigen. Das entpuppt sich als gar nicht als so einfach, da jede Tür mit einem Vorhängeschloss verriegelt ist und das Personal mit einem verstecken spielt. Manuel versucht vergebens die Tür zu öffnen, aber kein Glück. Daher machen wir uns hektisch, unwissentlich wann der Zug die Fahrt fortsetzt, auf die Suche nach einer Tür, die in die Freiheit führt. Aber alle Türen sind verschlossen. Ich glaube wir haben so einen Lärm an den Türen gemacht, dass wir dann doch die Aufmerksamkeit auf uns gezogen haben und drei Damen zu uns eilen und uns gestikuliert, dass wir Platz machen sollen. Währenddessen schreit sie durch den Zug, auf vietnamesisch, dass wir noch nicht losfahren sollen. Also das nehme ich an, aber manchmal versteht man sich einfach sprachunabhängig.

Also steigen wir aus mitten im nirgendwo auf dem Bahnsteig 3 aus. Jetzt gilt es nur noch den nächsten Zug in die Stadt zu finden und dort nach dem ständigen Preisvehandeln in die Unterkunft und uns kurz ins Bett schmeißen.

Aber leichter gesagt als getan. Alles klappt bis wir in der Unterkunft ankommen und die Rezeptionisten dort behaupten, dass wir keine Reservierung haben.

Phuu. Das hat uns noch gefehlt. Nach langem hin und her mit Google Übersetzer, da Englisch hier in Vietnam ein rares Gut ist, haben wir zwar immer noch keine Reservierung aber ein Zimmer bekommen wir trotzdem. Nochmal alles gut gegangen. Nach einem kurzen Nickerchen, holen wir uns ein Moped und trauen uns auf die verrückten Straßen Vietnams.

Man sieht auf den Straßen, dass alle Vorbereitungen auf das anstehende Mond Neujahrsfest schon auf Hochtouren laufen. Überall gibt es Blumen zu kaufen, es werden die Straße dekoriert und die Leute auf den Mopeds fahren mit allem Unmöglichen durch die Gegend, wo wir in Österreich einen Transporter mieten würden.

Wir fahren von hier nach Mui Ne, ein Dörfchen wo wir morgens den Fischern zusehen die bei ihrer Rückkehr ihren Fang verkaufen. Wir besuchen die Roten und Weißen Sanddünen und lassen uns natürlich nicht nehmen, das wir uns beim Sandbob fahren versuchen. Das schöne am Reisen: Auch wenn man den Tag ein bisschen plant, wird man immer wieder überrascht. Wir machen etwas, dass ich mir nie gedacht hätte, einmal zu tun: Straußenreiten. Jaaa, richtig gelesen wir meinen damit nicht die Blumen. Ein Abenteuer.

Weiter besuchen den Bikini Beach in Phan Tieht, wo sich nebenan die Novaworld befindet, ein amerikanisch nachgebautes Städtchen mit Vergnügungspark und Reihenhäusern, aber es ist alles ausgestorben. Nur die Securitys und die Gärtner laufen herum. Irgendwie gruselig. Wir wagen uns an den Strand der mit großen Statuen verziert ist. Da wir den Strand nur für uns (und drei Rettungsschwimmer, die mangels Badegästen am Handy sitzen) haben, buddeln wir uns wie Kinder gegenseitig im Sand ein. Wir wollen auch ins Meer aber… Nachdem ich mich ein Stück hineinbegebe sehe ich, dass rund um mich Müll schwimmt, eine alte Zahnbürste und anderes Plastik wird mir gegen das Bein gespült. Ich ekele mich so davor, dass ich lieber voller Sand durch die Gegend laufe.

Vietnam ist bisher das Land mit dem meisten Müll, egal ob neben der Straße, am Strand, am Feld neben den grasenden Kühen, im Dörfchen am eigenen Grund oder in der Großstadt. Plastik der ständige Begleiter. Die Leute hier scheinen sich nicht daran zu stören. Auch für uns wird es schon „normaler“. Am Anfang noch gewundert, steigt man jetzt des öfteren einfach darüber hinweg.

Hier ein kurzer Nachtrag dazu aus Da Nangh:

Wir fragen in einem Café am Straßenrand was wir mit unseren Dosen und Flaschen machen sollen, der Besitzer deutet über den Zaun. Ein Blick darüber, lässt uns merken dass es kein Scherz war. Das machen wir natürlich nicht und so nehmen wir unseren Müll natürlich mit, aber es lässt einen schon die offizielle Handhabung mit dem Problem hinterfragen.Neben den nicht so tollen Seiten gibt es natürlich auch schöne Seiten in Vietnam. Uns zieht es weiter nach Ho-Chi-Minh-City für das Lunar New Year.

Dieses Fest übersteigt alles, was es an Festen in Österreich gibt. Es wird 6 Tage gefeiert und dafür werden tausende Blumen in der Stadt verteilt. Da wir vom Jahr des Tigers zum Jahr der Katze wechseln, gibt es überall Bilder, Statuen, Skulpturen uvm. im Katzenmotiv. Die Stadt wird in Rot und Gelbtönen gehüllt, also die Flaggenfarbe. Am Tag vom 21. auf 22. wird am meisten gefeiert, die Stadt pulsiert. Es tümmeln sich Abertausende Menschen auf den Straßen und machen überall Fotos mit den Dekorationen. So viele Menschen habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen! Es gibt Bühnen mit Trommlern, Tänzern, Sängern und einem DJ und um Mitternacht ein Feuerwerk, das bemerkenswerte 15 Minuten dauert. Was auffällt, auch wenn der Hauptsponsor dieses Jahr eine Biermarke ist, trinkt niemand außer die Touristen, es läuft alles sehr gesittet ab und nach dem Feuerwerk gehen alle nach Hause.

Auch in einem Park ist ein für das Neujahr ein Jahrmarkt ähnliches Fest aufgebaut. Das schauen wir uns natürlich an, wir sind ja neugierig und wollen sehen wie die Locals das Fest feiern. Vom Messerschlucker, der sich eine Spirale über den Mund durch die Nase dreht, zu noch mehr Blumen und Bonsai Bäumen, Essensständen, Fahrgeschäfte und meinem persönlichen Highlight: Massage Fischen. Das letztere wollte ich schon immer mal probieren und so stecke in meine Füße ins Wasser und unter schallenden Gelächter lasse ich mir meine abgestorbene Haut wegknabbern.

Apropos knabbern, natürlich darf eine kleiner Ausschweifer zu Essenbarem bei mir nicht fehlen. Wir haben wieder viel probiert und wieder viel gesehen, wie auf der Straße alles mögliche zubereitet wird. Am öftesten haben wir in den letzten Tagen Banh Mi bestellt, ein gefülltes Baguette, dass uns vor so manchen Hunger schon bewahrt hat und wirklich überall zu finden ist. Vegetarisch meist kein Problem, nur einmal haben wir als Frühstück für die Fahrt 4 davon bestellt und ich zeige der Dame mit meinem besten Vietnamesisch (Google translate und die Zahlen die ich schon weiß), bitte ohne Fleisch. Sie deutet mir, ok. Wir zahlen und gehen freudig davon. Als wir bei einem Kaffee auf unseren Bus warten, möchte Manuel gleich eines essen…ja da ist Fleisch drin und nicht nur ein bisschen, 3 verschiedene Wurstsorten, Faschiertes und Schweinewatte erstreckt sich über das gesamte Brötchen, nur dazwischen vereinzelt etwas grünes wie Gurke oder Koriander. Manuel, so nachhaltig wie er ist, isst es trotzdem. Nur haben wir leider noch 3 davon und so wird es später als ein Geschenk an einen Obdachlosen gehen. Wir lassen uns von so etwas natürlich nicht abschrecken und versuchen auch Egg Coffee. Ja genau, Eigelb aufgeschlagen und darunter Kaffee. Das werden wir Zuhause eher nicht nachkochen. Wir kosten uns natürlich auch durch ein paar Pho’s und vieles mehr.

Ich finde es immer wichtig, sich mit der Geschichte eines Landes auseinander zu setzen, um die Leute besser zu verstehen und das Land mit einem anderen Blickwinkel zu sehen. Vietnam ist ein Land, das noch nicht lange in Frieden lebt. Noch vor ein paar Jahrzehnten wurde um die Führung dieses Landes stark gekämpft. Bei uns bekannt als Vietnamkrieg wird er hier American War genannt. Wir gehen in eines der erschreckendsten, berührensten Museen in dem ich je war, das Kriegsreste Museum. Darin befindlichen sich unzählige gefühlvolle, wahre Bilder/Fotos des Krieges. Weiter besuchen wir die Cu Chi Tunnel. Hier wurde ein Tunnelsystem von 250km Länge gegraben um gegen die Amerikaner zu bestehen. Es ist unglaublich unter welchen widrigen Bedingungen die Menschen hier gelebt haben aber auch wie ausgeklügelt das System war. Das Verrückteste an dem Ort, ein Schießplatz direkt daneben. Während man die Tunnel besucht hört man Schüsse, eine skurrile Sache die angesichts der Vergangenheit für uns keinen Sinn macht. Aber es ist hörbar ein gutes Geschäft.Was für uns auch beeindruckend ist, wie die Menschen hier mit der Vergangenheit umgehen. Der Guide erzählt uns, dass die Menschen nur Frieden für alle wollen und versuchen eine gute Beziehung zu ihren früheren Feinden aufzubauen. Da fehlen einem die Worte.

Vietnam hat eine große Café Kultur, was für mich einfach nur wunderbar ist, als Kaffeeliebhaberin. Aber keine Sorge, auch für Manuel ist was dabei, denn eine weiter Spezialität der Vietnamesen: Süße Tee’s in klassischen oder außergewöhnlich Varianten. Also nehmen wir uns gerne die Zeit diese genauestens unter die Lupe zu nehmen. Es gibt verschiedene Arten von Cafés. Einerseits die bis zu vierstöckigen, wovon drei Stöcke klimatisiert sind und der letzte im Freien auf einer Terrasse bei 30 Grad, aber von allen Stöcken einen Ausblick auf die verrückten, mit Mopeds übersähten Straßen Vietnams. Und auf der anderen Seite, Cafés die aus einer Garage oder einem kleinen fahrbaren Stand bestehen und wo drum herum Sesselchen und Tischchen in Kindergartengröße und Asphaltnähe aufgestellt sind. Es gibt natürlich viele weitere Cafés mit Besonderheiten, zum Beispiel mit Hängematten oder die berühmten Café Appartements in Ho-Chi-Minh-City. Diese erstrecken sich über acht Stockwerke und in jedem davon haben sich mindestens zwei Cafés einquartiert. Von dort haben wir uns das verrückte Treiben in der voll dekorierten Straße zum Mond Neujahr angeschaut. Manuel sagt: „Ich wünsche mir, dass es jetzt zu regnen beginnt, damit wir den Massen beim verstecken zusehen können.“ Be careful what you wish for! Bei unserem zweiten Besuch passiert genau das, nur das es bedeutet, dass wir jetzt nicht so schnell wegkommen wie geplant, aber wir haben ja die Freiheit unsere Pläne jederzeit zu ändern.

In jedes Café gehen wir mit unseren Tagebüchern, Spielkarten und Manuel mit seinem neuen Lieblingsbuch: The Monk who Solden his Ferrari. In einem der Cafés übt ein älterer vietnamesischer Herr seien Gitarrenkünste. Er zupft seine Gitarrenseiten wie die Engel ihre Harfen spielen. Von mir aus könnten er jeden Moment aufstehen und Geld verlangen.

Wir treffen hier auch einige Interessente Menschen.

Es ist wirklich heiß in der großen Stadt. Zu den Neujahrs-Festivitäten hat es um Mitternacht noch 27 Grad – für uns ein Tortur. Jedenfalls sind Manuels Haare schon zu lang für dieses Klima und eines Tages kamen wir spontan bei einem 68 jährigen Herren vorbei, der auf eben jener Straße einen Frisörstuhl sein Eigen nennt und das schon seit 40 Jahren. Das ist die Gelegenheit für Manuel Platz zu nehmen. Der Herr freut sich über jede Kundschaft, um seiner Leidenschaft nachzugehen. Bei jeden Schnitt mit der Schere merkt man seine Liebe zum Beruf. Bewundernswert. Er erzählt uns, dass er es von seinem Vater gelernt hat und eben seit Jahrzehnten an dieser Stelle ist, ohne sich je einen Tag frei zu nehmen. Bei der Frage ob er auch Frauen die Haare schneidet lacht er und sagt, dass er das nicht von seinem Vater gelernt hat. Stolz erzählt er, dass er sich sogar selbst die Haare schneidet. Wir fragen ihn wie. Er sagt mit seinem besten Englisch: „With one mirror before and one mirror after.“ Er meint natürlich einer vorne und einer hinten. Beide Seiten überglücklich, Manuel über seinen Haarschnitt und der Herr über seine Arbeit geben wir ihm ein großzügiges Trinkgeld was ihn nochmehr zum Strahlen bringt. Dann gibt es für beide Seiten noch ein Erinnerungsfoto. Wir gehen und kaufen ihm noch ein Bier woraufhin er Manuel mit „I love you!“ seine Liebe gesteht. Was für ein schönes Erlebnis!

Wie es weiter geht in der großen Stadt, das erfahrt ihr wieder von Manuel im nächsten Beitrag.

Alles liebe Juliane

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Vom Dörfchen mit viel Power in die große Stadt

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Das Dörfchen Vang Vieng, umgeben von türkis glitzernden Lagunen, schaurigen engen Höhlen und weitblickenden Aussichtspunkten über das Land. Wir können es kaum erwarten, aber als wir nach der Zugfahrt hierher ankommen ist es schon Abend. Also erster Stop Hostel.

Wir buchen für gewöhnlich nicht mehr als 2 Nächte im Vorhinein, da es passiert, dass die Bilder ein Topmodel zeigen und in der Realität steht man dann vor einer Ziege.

Aber da wir planen, über das neue Jahr hier Einkehr zu halten, entschieden wir uns für eine Buchung über 5 Nächte… und Erfahrung hat uns nun gelehrt, dass es zukünftig wieder bei 2 Nächten bleiben wird. Die Einrichtung ähnelt eher einer schönen Zelle im Gefängnis. Die Fensterscheiben wurden mir schwarzer Farbe verdunkelt und mit Metall-Gittern verstärkt, was ein Entkommen oder Träumen von draußen unmöglich macht. Dem wurde versucht entgegen zu wirken indem auf der Decke ein blauer Himmel mit Wolken aufgezeichnet wurde, dass man sich nicht so eingeschlossen fühlt. Leider vergeblich. Man hört den ganzen Tag den Bass von umliegenden Gebäuden die potentielle Kunden mit lauter Musik wie Fliegen zum Licht locken wollen. Was für uns ein paar zusätzlich kurze Nächte bedeutet.

Während der Reise haben wir noch nie so lange an einem Ort verbracht.

Insgesamt 6 Mal werden wir hier in den nächsten Tagen über die selbe riskante, knarzende Holzbrücke fahren, bei der ich jedes Mal absteige, um weniger Gewicht auf dem Roller zu haben. Als wäre das noch nicht genug, ähnelt die Straße eher einem löchrigen Käse. Solche Schlaglöcher mit einer Tiefe von 30 cm und einem Durchmesser von einem Meter! Aber als geübte Fahrer – kein Problem. Das Einzige was mir zu schaffen macht, ist der Staub der uns von Autos und Rollern auf der Geröllstraße um die Ohren fliegt. Aber was man nicht alles tut, um an die schönen Orte zu kommen.

Auf zwei verschiedenen Aussichtspunkten steht einmal ein Moped und einmal ein Buggy um für die Touristen ein unvergessliches Bild zu kreieren. Und natürlich konnten wir der Versuchung nicht widerstehen über den Zaun zu steigen und uns hinter die Steuer zu setzen. Obwohl wir uns an beiden Orten fragen, welche Arbeit da wohl dahinter steckt, diese Dinger dort hoch zu bringen..

Für mich die größte Challenge hier, die Höhlen. Ich muss leider zugeben, dass ich nicht der größte Fan davon bin/war, da ich ein wenig klaustrophobisch bin. Aber die Reise und das damit verbundene Unbekannte ist eine gute Gelegenheit, seine Komfortzone zu verlassen und über sich hinauszuwachsen. Und mit dieser Einstellung bin ich durch nicht eine sondern 3 verschiedene Höhlen gewandert und jede war ein Erlebnis für sich.

Die Erste: ein unglaublich schmaler Eingang, eine Leiter in das Dunkle hinab. Am Eingang ein 8 jähriger Junge mit Stirnlampe bewaffnet, der uns durch die Gänge zu einem Pool in der Dunkelheit führen wird. Er spricht kein Wort Englisch außer: „Money“. Ich bin bereit ihm all das Geld in meiner Tasche zu geben, wenn er uns nur sicher hinein und wieder hinaus geleitet.

Die Zweite: eine sehr touristische Höhle. Auf Reifen sitzend mit dem Hintern im Wasser haben wir uns mit einem Seil in die Höhle gezogen.

Die Dritte: abgeschieden vom Massen-Tourismus. Eine Höhle mit einem rutschigen Eingang und engen Wegen um in eine Halle aus funkelnden Stalagmiten und Stalagtiten zu landen. Diese kostet mich am meisten Überwindung, da diesmal nur Manuel und ich sind. Ich konzentriere mich auf den nächsten Schritt und versuche nicht über Eventualitäten nachzudenken.

Wir haben natürlich mehr gemacht als nur im Dunkeln zu tappen in unseren neun Tagen hier.

Zu Silvester nehmen wir am spektakulären Tubing inmitten von 100 weiteren Party- und Abenteuer-Lustigen Menschen teil.

In diesem Dörfchen hat uns die Abenteuerlust fest im Griff, so fahren wir mit dem Kajak, einem Guide und unseren Freunden aus England Annabelle und Matt den Fluss hinab. Wir haben die Beiden bei der Gibbons Experience kennengelernt (siehe letzter Beitrag) und da wir eine ähnliche Route bereisen, haben sich unsere Wege nun schon öfter gekreuzt. Wir genießen die Zeit mit neuen „alten“ Bekannten. Mit dem Kajak in dieselbe Richtung zu steuern, darin haben Manuel und ich jetzt schon mehr Übung und so können wir die Umgebung in vollen Zügen genießen.

Außerdem machen wir einen Outdoor Kletterkurs für einen Vormittag. Zufällig mit dem selben Guide wie beim Kajaken. Die Leute hier scheinen nur zu arbeiten, in der Hauptsaison sind die Wochentage nebensächlich. Und so hanteln wir uns die Felswände entlang, in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Wir haben Magnesia geschnuppert und so sind wir uns dort schon sicher, dass das nicht unser letztes Mal an einem Seil sein wird.

Natürlich dürfen auf einer Reise auch die kulinarischen Leckerbissen nicht fehlen. Aber schon ein bisschen dürstend nach Abwechslung, gönne ich mir an 2 Abenden eine wirklich passable Pizza. Manuel lässt noch nicht locker bei der asiatischen Küche. Ich bin gespannt wie lange noch… Eines muss man trotz des leckeren Essens leider sagen. Den Begriff Service haben die Laoten und Laotinnen auch nur gehört, aber noch nie gelebt. So passiert es uns öfter, dass ein Gericht vergessen wird oder ewig dauert. Und die Gerichte gleichzeitig auf den Tisch zu sehen ist auch eine Seltenheit. Was fertig ist, wird serviert.

Es gäbe noch so viel mehr hier zu erleben, doch die Zeit ist gekommen und die Hauptstadt ruft. Mit dem voll besetzten Minibus geht’s zu Viert auf einem Platz für Drei über die Autobahn.

Also landen wir nach 1,5h in Vientiane. Wie immer, das erste Ziel, die schweren Rücksäcke loswerden. Der aufdringliche Herr wollte anfänglich 100.000 Kip, aber Manuel mit dem Verhandlungsgeschick eines echten Key Account Managers, macht daraus 50.000 Kip. So kommen wir bequem mit dem Tuktuk zu unserem Hotel. Beide leider etwas gereizt vom Hunger, gehen wir unserer zweiten Priorität nach: etwas Essbares auftreiben.

Jetzt da wir gestärkt und zahm sind, spazieren wir zum Patuxai dem Trumpfbogen der Stadt. Dort werden wir überrascht von einem Springbrunnen, dessen Wasserdüsen anmutig zu der Musik aus den Lautsprechern tanzen.

Wir treffen Annabelle und Matt wieder auf einen gemeinsamen Abend mit unerwartet Cocktails zum Sonnenuntergang und erhofften leckerem Essen.

Am nächsten Tag fahren wir gemeinsam mit dem pünktlichen öffentlichen Bus zum Buddha Park. Wir erwarten, dass es dort bei der größten Touristenattraktion in der Hauptstadt ein Frühstück gibt, aber leider gibt es nur Snacks und so gibt es zum ersten Mal in meinem Leben Chips und Eis am Morgen. Früher ein Kindheitstraum, jetzt mein Horror.

Zurück in der Hauptstadt trennen sich die Wege von uns und unseren Freunden aus England wieder. Zu zweit gehen wir dann zum COPE Visitor Center – The Cooperative Orthotic and Prosthetic Enterprise. Wir erfahren Wissenswertes, Trauriges und Schockierendes über die Folgen vom Vietnamkrieg für Laos. Mit einem bedrückten Gefühl spazieren wir durch die Stadt.

Wir finden eine Tourist Information, durchaus vorsichtig treten wir ein, nach unseren ersten Erfahrungen in Thailand. Aber diesmal erwartet uns kein Reisebüro. Wir erhalten echte Informationen für unsere nächsten Ziele.

Wir wollen weiterziehen und uns weiter Richtung Süden schwingen. Daher ist das Ziel am nächsten Morgen die südliche Busstation. Da wir Vertrauen in die öffentlichen Verkehrsmittel gewonnen haben, entschließen wir uns, dort mit den Bus hinzufahren. Brav, viel zu früh, stehen wir bei der Haltestelle. Die Busse sollten alle 15-25 min kommen. Also warten wir. Und warten und warten noch mehr. 40 Minuten später noch immer nichts .. Ich werde schon nervös und so nehmen wir, wie mir scheint das wohl langsamsten Tuktuk der Welt. Wir schaffen es aber rechtzeitig.

Wo es aber hingeht, das verrät euch dann unser nächster Post.

Alles Liebe,

Juliane

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Mit Geschmack und viel Ruhe im Norden

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Der Sonne hinterher.

Ey yo was geht?

Nicht wo leicht wie gedacht. Selbst nach Jahren der Übung im frühen aufstehen. Wie kann es einem dann dennoch schwer fallen? Aber was man nicht alles macht um einen Flug zu erwischen und wie in unserem Fall viel zu früh am Flughafen zu sein.

Wie ihr vielleicht gelesen habt liegt bei Manuels Texten in der Kürze die Würze, bei mir liegt sie eher im Detail.

Also weiter geht’s. Nach 2 Stunden Flugzeit erreichen wir den Boden Chiang Mai’s. Erste Aufgabe, zum Busbahnhof kommen. Am Ausgang angekommen werden wir gleich wie zwei Gazellen auf der Asphaltsteppe von einer Taxi-Löwin in die Enge getrieben. Wir fragen wiederholt nach den öffentlichen Verkehrsmitteln, doch sie lässt nicht locker und vergleichbar mit einem Nackenbiss besteht sie darauf, dass es so etwas hier nicht gibt. Also das klimatisierten Taxi soll es sein um uns zum Busbahnhof zu bringen.

Nun wollen wir aber, wie ihr euch sicher schon gedacht habt, dort nicht unsere Nacht verbringen. Unser Ziel ist Pai, ein Dörfchen zwischen den Bergen.

Wir kaufen die Tickets und müssen 2h auf den nächsten freien Bus warten. An einem Ort wo man wartet, trifft man schon mal auf jemanden der das gleiche Schicksal teilt. So hatten wir das Glück auf Jonas zu treffen, einem Schweizer der für den Weg zurück nach Chiang Mai sein Rennrad eingepackt hat.

Aus 2 Stunden werden schnell 3, wegen eines technischen Gebrechens des Fahrzeugs, aber der Fahrer der die kurvige Straßen wie seine Westentasche kennt, holt das fast wieder auf.

Unser Begleiter auf der Strecke der Sonnenuntergang, der sich in einer Farbpalette kilometerhoch in den Himmel streckt. Von der satten Farbe einer Blutorange über das Pink eine Drachenfrucht, ausblassend zu Pastellblau. Unterstrichen von der dunkelgrünen Gebirgskette und umrandet von aufgetürmten Wolken, welche von den letzten Sonnenstrahlen mit einem goldenen Rand verziert werden. Einfach wunderschön!

In Pai erwartet uns unerwarteter Weise am Abend Markt, Street Food das wir noch nicht kennen. Also auf die Stäbchen fertig los. Mein Highlight scharfer Nudelsalat.

Scooter Gang

Am nächsten Tag, schwingen wir uns wieder auf die Roller. Diesmal sind wir zu dritt, mit Jonas. Vom weißen Buddha, durch den Wasserfall und über die Reisfelder auf Bambusbrücken. Natürlich darf für so einen schönen Tag ein schöner Aussichtspunkt nicht fehlen. Der Roller von Manuel und mir hat jedoch nicht genug Power für uns beide bergauf, also muss ich mich auf den Roller von Jonas schwingen. Dort angekommen, hat die Jungs die Entdeckerlust gepackt und so ist ein weiter Viewpoint ein bisschen weiter die Forststraße hoch unser nächstes Ziel. Aber das soll noch nicht alles sein, der Gipfel hat es ihnen angetan. Ich merke an, dass der geplante Sonnenuntergang beim Canyon knapp werden könnte, aber das beeindruckt sie nicht und so sind wir schon auf der steilen Straße den Berg hinauf. Leider packen die Roller die Steigung nicht und so müssen wir diesen Ausblick leider ungesehen zurücklassen.

Aber der Canyon steht ja noch am Programm, also los mit viel Juchzen.

Und 5 Minuten bevor die Sonne den Horizont küsst, sind wir da. Am Abend heißt es noch essen und Jonas alles gute für die Fahrt mit dem Rad wünschen.

Unsere Abenteuer für den nächsten Tag: ein anderer Wasserfall mit einer natürlichen Rutsche = nasser Stein, ein weiterer Ausblick, eine große Statue von einem Mönch und nicht nur den Sonnenuntergang sonder auch den Vollmondaufgang dürfen wir genießen.In der Früh gönnen wir uns ein All you can eat Frühstücksbuffet in einem feinen Resort, zugegeben etwas waghalsig im Anblick unserer bevorstehenden kurvigen Reise nach Chiang Mai.

Also Goodpai.

Aber alles klappt wie am Schnürchen und so landen wir wieder am selben Busbahnhof, diesmal mit der Aufgabe in die Stadt zu kommen. Gelernt aus unsere Erfahrung und dank dem Internet habe ich heraus gefunden, dass es rote Autos in der Stadt gibt, welche die Antwort von Chiang Mai auf öffentlichen Verkehrsmittel sind.

Chiang Mai, eine große Stadt mit viel zu bieten. Unsere Unterkunft bietet Räder an, also schwingen wir uns in die Pedale.Beim Saturday Night Market der einfach riesig und überflutet mit Menschenmassen ist, „genießen“ wir spontan eine der schlimmsten Massagen direkt auf der Straße. Das Einzige was es etwas erträglicher macht für mich, ist Manuels schmerzvolles Gesicht. Aber glaubt man der Markt am Samstag ist groß, hat man den Sunday Night Market noch nicht gesehen. Nach 3 Stunden dort sind wir noch immer nicht am Ende (nur körperlich).

Sunday Night Market

Wir haben Glück: Genau diese Woche ist die Chinag Mai Design Week. Was bedeutet, dass wir uns nicht nur einen Popup Markt anschauen können, sondern auch traditionelle Tänze, eine NFT Ausstellung und Ausstellungen im echten und virtuellen Raum. Wir besuchen einen halbtägige Meditationskurs bei Mönchen mit einer alten Bekannten, Ina aus Koh Lanta.

Nach Pad Thai, Masaman Curry und Papaya Salat wollen wir nun endlich weiter über den Tellerrand hinausblicken und dem Geheimnis der thailändischen Küche auf die Schliche kommen. (Spoiler: viel Zucker) Wir besuchen einen super Kochkurs, mit Markt-Führung wo wir mehr über die Zutaten erfahren und dann heißt es: Ab an den Herd. Manuel beim Kochen zu sehen, ein seltener Anblick. Es werden 6 Gerichte pro Person gezaubert und eines ist leckerer als das Andere. Aber ich muss mich von der Anzahl geschlagen geben und nehme noch etwas mit nach Hause.

Fernab vom touristischen Trubel schauen wir uns einen Park an, in dem die Hölle dargestellt wird. Wenig einladend und wie in einem Horrorfilm werden dort Foltermethoden mittels Statuen illustriert. Um die Bilder etwas aus dem Kopf zu bekommen begeben wir uns auf eine dreistündige Pilger Wanderung auf dem Monks Trail zum Wat Phra That Doi Suitep, einer der bekanntesten Tempel in Chiang Mai.

Wat Phra That Doi Suitep

Der Weg des Kontrasts von der Hölle zum Himmel, stimmt uns ein für die nächsten Tage.Nach dem halbtägigen Einblick in die Welt der Meditation, wollen wir mehr vom Weg zur Erleuchtung erfahren.

Wir nutzen diesmal die App Grab (asiatische Uber) um uns ein Taxi zu besorgen. Auf deutsch wäre das wohl eine denkbar ungünstiger Name für ein Unternehmen, außer es handelt sich bei diesem um ein Bestattungsinstitut. Und so sind die wir ohne verhandeln 200 Baht später bei unserem gewünschten Zielort, dem Meditationszentrum des Wat Umong. „Wat?“, denkt ihr euch da.

Ja, Manuel und ich gehen 3 Tage in ein Tempel um dort der Kunst der Meditation Frau (bzw. Herr) zu werden. Als erstes zur Anmeldung und diesmal 1400 Baht später tragen wir weiße Hosen und Hemden und dürfen unsere Zimmer beziehen.

Die Definition Zimmer: ein Raum aus 4 Wänden, einem Dach und einem Boden und mehr ist es dann auch nicht. Als kleines Upgrade eine hauchdünne Matratze die in Europa als Isomatte bezeichnet werden würde.

Achja natürlich in getrennten Räumen: Berühren untersagt.

Es geht für uns darum, dass man in sich kehren kann ohne den Trubel der draußen lauert. Also auch ohne Handy. (Nur um die Zeit im Auge zu behalten und für ein paar Fotos)

Worte werden während unseres Aufenthaltes nur wenige gesprochen. Es ist die Zeit des Jahres um in sich zu kehren und versuchen im Jetzt zu leben.

Wir unterhalten uns nur mit dem Phra (=Mönch) Hans, sein echter Name Tawachai Hanwongsu, doch er hat sich diesen Spitzname zugelegt, da er ja so oder so ähnlich klingt. Er ist wohl einer der wenigen Mönche hier der Freunde in Österreich hat und wahrscheinlich der Einzige, der ein Haube der österreichischen Polizei trägt.

Und so haben wir das Glück ihn besser kennen zu lernen. Wir dürfen ihn bei der Gabensammlung um 6:30 begleiten und können ihn alles fragen, was uns in den Sinn kommt, bei unserem täglichen Kaffetratsch in seinem Zuhause. Eine wirklich besonders bereichernde Erfahrung.

Aus diesem Erlebnis kommen wir mit mehr Klarheit über uns selbst, unsere Ziele, unseren Vorhaben und unsere Lebensweise hervor. Das wird nicht das letzte Mal sein, dass wir uns in den Schneidersitz begeben und in uns gehen, diese Reise hat hier für uns erst begonnen.

Das feiern wir mit einer lang ersehnte Umarmungen und gönnen uns die Besichtigung des silbernen Tempel.

Am Abend noch das stimmungsvolle, grelle WM Finale beim Public Viewing, mit fast zu vielen Eindrücken nach unserer kurzen Zeit in der abgeschiedenen Welt des Buddhismus. Am nächsten Tag heißt es:

Hi Chiang Rai.

Liebe Grüße,

Juliane

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Raus aus der Komfortzone – Rein ins Wasser

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So jetzt übernehme ich hier mal. Wer ist ich? Juliane mein Name. Aber ihr könnt mich gerne Spaßkanone, Weltenbummlerin, Reise-Buddy oder Manuels bessere Hälfte und die die mich noch nicht kennen, ihr werdet mich noch gut auf diesem Blog kennen lernen.

Fangen wir mit einem kurzen Update zu Manuels T-Shirt an: Es stinkt wieder. Es wurde zwar einmal gewaschen, aber wieder mehrmals durchgeschwitzt. Bisher haben wir relativ Glück mit dem Wetter, die Sonne ist noch scheu und versteckt sich meist hinter den Wolken. Einmal pro Tag ergießt sich, ankündigend durch steigende Luftfeuchtigkeit, ein Schauer von max. einer halben Stunde.

Shark Bay Aussichtspunkt


Eine Tauchschule zu finden bzw. sich für eine zu entscheiden war gar nicht so leicht. Die Tauchschulen-Dichte auf Koh Tao ist so hoch, wie die Anzahl an Mückenstichen auf Manuel Beinen.


Wir haben uns für die Phoenix Divers entschieden. Zum Abschluss der Buchung bekommt man dort noch 3 Nächte im 8-Bett Zimmer. Da schlagen wir gleich zu.
Und nach unserer letzten Unterkunft ist dieses Zimmer glücklicherweise mit Airconditioning ausgestattets, ein Upgrade.


Der Open water Kurs besteht aus 3 Tagen:
(Ich habe vor jedem Tag wirklich nicht gut geschlafen!)


Tag 1: Theorie und dann ein Nachmittag im Pool mit voller Montur. Dort heißt es Atmen üben, Sauerstoff verlieren, was tun wenn etwas defekt ist, Zeichensprache lernen und Maske runter und wieder rauf und das alles unter Wasser natürlich. Das mit der Maske war für mich eine große Challenge! Das hat mich sehr viel Überwindung gekostet und nur der Gedanke daran, das alles am nächsten Tag in 12 Metern Tiefe zu wiederholen verursacht für den restlichen Tag und die Nacht einen Ruhepuls von 160.


Tag 2: Theorie Teil 2 und der schriftliche Test am Vormittag und zwei Tauchgänge am Nachmittag. Meine Nervosität steigt mit jeder Sekunde. Ich schaffe gerade mal ein halbes Porridge vor dem Start. Manuel sagt noch: „Genieße dieses aufregende Gefühl.“ Für mich gehts ab aufs Boot. Während der Fahrt kurze Besprechung über den Tauchgang und dann Ausrüstung an und ehe ich mich versehe, bin ich schon am Bootsrand und nur einen großen Schritt davor entfernt zum ersten mal die Unterwasserwelt von einem ganz neuen Blickwinkel zu sehen.
Mein Lehrer Charley fragt ein letztes Mal ob ich bereit bin. Ich sage „Ja“ und denke „Nein“. Und hinunter.
Alles was ich höre sind mein Herzschlag und die Blubber die an meinen Ohren hinauf in die Freiheit vorbei rauschen. Unten angekommen bin ich überwältigt von einer Vielzahl an Fischen die mir auf Augenhöhe begegegnen. Die Übungen verlaufen reibungslos und 55 Minuten vergehen wie im Unterwasser-Flug. Wahnsinn. Ein schönes Gefühl sagen zu können:“Ich habe einer Muräne in die Augen geschaut und sie hat gleich überrascht zurück geschaut.“
Zwischen den Tauchgängen, ziehen wir uns auf das wankende Boot zurück. Dieser Fakt und der, dass die Anspannung endlich weggefallen ist, bringen mich dazu, mir einmal die Schiffsschrauben von nahem anzusehen.
Nach den Tauchgängen erwartet mich Manuel schon am Strand und er hat seinen neuen Freund den Sonnenbrand mitgebracht. Es war nur eine Frage der Zeit, wer von uns das Unglück hat, als erster seine Bekanntschaft zu machen.


(Kommentar von Manuel: „Diese Freundschaft ist nur entstanden weil Juliane „unabsichtlich“ die Sonnencreme mit aufs Boot genommen hat“)

Manuel mit seinem Freund dem Sonnenbrand


Manuel hat in dieser beiden Tagen, seinen Auffrischer, ein paar Fun Dives und am Strand chillen untergebracht.


Tag 3: Noch zwei Tauchgänge bis ich mich Open Water Diver nennen darf. Manuel hat sich dazu entschieden, diese Tauchgänge mit zu machen. (für ihn Fun Dives). Eine Sichtweite von max. 3 Meter. Daher müssen wir in 18 Metern Tiefe nah beieinander bleiben, um uns nicht zu verlieren. Es ist wirklich mystisch und ein bisschen gruselig, weil man gar nichts um einen sieht. Man weiß fast nicht wo oben und wo unten ist. Wir müssen nach ein paar Minuten wieder auftauchen, weil wir uns verschwommen sind und wir nicht zu unserem Ziel Punkt finden. Auf jeden Fall eine weitere neue Erfahrung.

Nach unserem ersten gemeinsamen Tauchgang


Dieser Tauchschein war wirklich eine Gefühlsachterbahn für mich und ich würde jedem empfehlen einzusteigen.


Als Abendprogramm besuchen wir das Queens Kabarett, eine echte Lady Boy Show. Volle Lipsinc Power mit vielen Outfit Changes.

Queen’s Show


Am nächsten Tag machen wir mit dem Scooter und Schnorchel-Ausrüstung sie Insel unsicher. Wir machen einen Stop bei Sharks Bay. Der Name ist Programm, wir schnorcheln einige Meter hinaus und da ruft Manuel: „Ein kleiner Schwarzspitzenriffhai“. Aber das Wort ist zu lang und ich leider zu langsam um ihn auch zu sehen. Aber wenig später erwartet uns ein anderes Highlight (nicht Hailight): Vor uns eine riesige Meeresschildkröte, die sanft durch den Ozean gleitet. Für mich war es einer dieser Museumstage. (Wer „Big Five for Life“ nicht kennt, Buchempfehlung)


Am nächsten Tag heißt es: „Neue Insel, neues Glück“, also geht’s mit dem Boot nach Koh Phangan.


Dort fahren wir (Manuel, Ich, 2 große Rucksäcke, 2 kleine Rucksäcke und 1 Roller) zur Unterkunft und zum ersten schönen Sonnenuntergang dieser Reise.


In den nächsten 3 Tagen erkunden wir die Insel von Nord nach Süd, Ost nach West und alles wieder zurück. Wie oft wir schon „wir haben so ein Glück“ gesagt haben können wir schon nicht mehr an vier Hand abzählen.
Die Insel bietet uns nicht nur wunderschönen Ausblick, sondern auch viele nette Menschen.

Tipps bei den Einheimischen holen

Natürlich dürfen auch die Food Markets nicht fehlen und viel neues Essen probieren. Manuel bekommt einmal unabsichtlich scharfen Curry-Reis, leider verliert er diesen Kampf, aber ich freue mich! Dann durfte ich seines essen.

Manuel vs scharfes Essen


Nach den neuen Abenteuern geht’s für uns von der Ostseite an die Westküste und es heißt: Krabi: Here we come.

Bis zum nächsten Mal,
Juliane